REQUIEM IN WEISS

Das würdelose Sterben unserer Gletscher

Doku / AT 2025 / 60 Min. / Deutsch
Buch & Regie: Harry Putz
Kamera: Martin Stoni, Harry Putz
Produktion: Freiluftdoku
Co-Produzent: Bernd Hupfauf
Drehorte: AT/DE/IT/CH

Künstlerische Intervention „Eissarg“ Max Seibald

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REQUIEM IN WEISS – Das würdelose Sterben unserer Gletscher
Mit diesem Dokumentarfilm inszeniert Harry Putz eine eindringliche filmische Hommage an das Sterben der Gletscher in den Alpen. Durch tiefgehende Interviews verwebt er Wissenschaft und Emotion zu einer beklemmenden Dokumentation. Gedreht an 14 Gletschern in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz, stellt der Film am Ende eine unumgängliche Frage: “Wie wollen wir unsere Gletscher verabschieden?”

Die Gletscher der Ostalpen sterben – unumkehrbar, darin ist sich die Wissenschaft einig. Doch während das „ewige Eis“ schwindet, boomt der Tourismus. Im Sommer drängen sich Besucher in Gletscherbahnen, um die letzten Überreste zu berühren. Der Skibetrieb läuft auf Hochtouren, und die Eingriffe in die Natur nehmen immer drastischere Formen an: Hangsicherungen, Gletscherabdeckungen, Schneedepots, Kunstschneeanlagen, massive Geländeplanierungen – ein Wettlauf gegen die Zeit.

Der Filmemacher Harry Putz wurde in eine skibegeisterte Familie in Lech am Arlberg hineingeboren. Seine Großeltern erlebten damals die ersten „Fremden“ die ankamen und in Folge ungeahnten Wohlstand in vormals verarmte Regionen brachten. Skifahren wurde zum Volkssport. Er wurde selbst zum Profisportler und absolvierte in den 90ern seine Sommertraining auf den Gletschern. Seine anschließende Profession als Filmemacher ließ ihn die vergletscherte Bergwelt mit anderen Augen sehen. Der boomende Wintersport ab Mitte des 20. Jahrhunderts hat geschäftstüchtige Köpfe aller Alpenländer erkennen lassen, dass die Vergrößerung des Angebots an Skiliften und Pistenkilometern einer scheinbar endlos wachsenden Nachfrage gegenübersteht.
Der technologische Fortschritt der 1960er und 1970er Jahre ermöglichte den Vorstoß der Seilbahnen in die Gletscherregionen. Doch diese Pionierzeit hat ihre Dynamik nicht verloren und es gibt Bestrebungen zur Neuerschließung noch unberührter Gletschergebiete.

Georg Kaser (IT) – Klimatologe und Glaziologe (IPCC Bericht / Friedensnobelpreis), Universität Innsbruck
Jakob Falkner (AT) – Geschäftsführer Bergbahnen Sölden
Philipp Falkner (AT) – Prokurist Bergbahnen Sölden
Gerd Estermann
(AT) – Naturwissenschaftler und Aktivist
Karin Seiler (AT) – Geschäftsführerin Tirol Werbung
Reinhard Klier (AT) – Seilbahnobmann Tirol, Geschäftsführer Stubaier Gletscher
Liliana Dagostin (IT) – Österreichischer Alpenverein, Raumplanung und Naturschutz
Maurus Bamert (CH) – ProNatura, Leiter der Umweltbildungsstätte ‚Zentrum Aletsch’
Michael Krautblatter (DE) – Permafrostexperte, Professor für Geologie und Geographie
Lindsey Nicholson (UK) – Glaziologin, Universität Innsbruck
Barbara Pucker (AT) – Nationalpark Hohe Tauern, Nationalparkdirektorin Kärnten
Tobias Hipp (DE) – Deutscher Alpenverein, Alpine Raumplanung
Elmar Pichler-Rolle (IT) – Obmann Verein Vitalpin, vitalpin.org
Egon Seebacher (IT) – Geschäftsführer Alpin Arena Schnals, Schnalstaler Gletscher
Birgit Sattler (AT) – Ökologin und Limnologin, Universität Innsbruck
Kilian Volken (CH) – Alpinist und Bergführer
Gian-Peter Niggli (CH) – Gemeindepräsident Samedan/Engadin
Moritz Nachtschatt (AT) – Geschäftsführer ‚Protect Our Winters Österreich‘
Verena Tanzer
(DE) – Bayerische Zugspitzbahn, Sprecherin und Öffentlichkeitsarbeit
Nina Knittel (AT) – Volkswirtin, Wegener Center Graz

weitere Kamera: André Costa, Bernie Kofler, Hannes Mair
dramaturgische Begleitung: Leyla Pirouzi
Assitent: Vincent Pirouzi, Stuart Knowles, Omar Barubaev, Tobias Büttel, Christine Levy
Fotos: Stuart Knowles, Luca Jänichen, Martin Stoni, Franz Güntner
Design: LWZ Studio
Textredaktion: Hannes Kropik, Martin Obermayr
Kinovertrieb: Volker Hölzl
Website: Bernhard Haaser

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